Strategien für günstige Flugtickets

Billig fliegen durch Flexibilität

Billig fliegen durch Flexibilität

Vorausbuchung

Generell sollten Flüge am besten, drei bis vier Monate oder länger im voraus gebucht werden. je näher der Abflugtag rückt desto höher steigen die Preise. Natürlich kann man manchmal auch Lastminute einen guten Preis erzielen. Aber dies ist Glücksspiel, oder das Reiseziel muss dann fast egal sein.

Flexibilität bei den Flugzeiten

Vergleicht man die Flugpreise innerhalb eines Tages zu verschieden Zeiten, so stellt man fest, dass Nachtflüge, lange Zwischenaufenthalte oftmals billiger sind, als Flüge zu angenehmeren Zeiten und kürzeren Gesamtflugzeiten.

Die  Frage lautet hier allerdings, ob man dies auf sich nehmen möchte. Ein billiger Flugpreis wird oftmals durch eine zusätzlich nötige Hotelübernachtung konterkariert. Wer möchte schon die nächsten Tage unausgeschlafen wie ein Zombie durch den Urlaubsort laufen, weil man die Nacht vorher im Transitbereich eines Flughafens verbracht hat.  Lange Reisezeiten gehen auch zu Lasten der Nettourlaubszeit bei einer begrenzten Anzahl von Urlaubstagen. Außerdem die Anfahrt und Abfahrt nachts zum Flughafen teilweise schwierig oder sehr teuer. Also beim Buchen auf jeden Fall auf angenehme Flugzeiten achten, sonst wird aus dem Schnäppchen schnell eine kleine Odyssee.

Meiner Meinung nach ist die Flugzeit-Strategie nur für Leute attraktiv, die extrem sparen wollen bzw. müssen, und viel Zeit zur Verfügung haben .

Flexibilität beim Abflug

Ein wichtiges Stichwort ist hier die Luftverkehrssteuer. Heutzutage ist es deshalb fast immer günstiger im nahen europäischen Ausland zu starten. Bei grenznahem Wohnort lohnt sich also immer der Blick auf die Airports jenseits der Grenze.

Aber auch in Deutschland liegt ein Teil des Sparpotenzials schon bei der Anreise. Ich persönlich habe nicht das Glück, – oder in der meisten Zeit des Jahres – das Pech in der Anflugschneise eines internationalen Luftdrehkreuzes zu wohnen. Also muss immer auch die Anreise und Abreise zum Flughafen vom Heimatort in die Gesamtkalkulation mit eingehen. In der Regel ist dies bei mir der Transport mit der Bahn. Wobei auch hier das Frühbuchen, damit man einem Supersparpreis ergattert, glücklich macht. Die manchmal angeboten Rail & Fly Tickets lohnen sich meistens nur bei entfernteren Airports.

Eine alternative zur Anreise mit der Bahn sind die neuen Fernbuslinien. Leider sind die Netze der privaten Busunternehmen so konzipiert, dass nur Verbindungen zwischen Großstädten existieren. Kleine und mittlere Städte in Deutschland sind oft nicht ans Fernbusnetz angebunden. Zu nennen sind hier die folgenden Anbieter :

Bleibt noch die Möglichkeit der Anfahrt mit dem eigenem PKW. Der Vorteil der Flexibilität bei der individuellen Anreise geht einher mit Risiken wie Stau, Unfall, usw. Auch wenn die Bahn teilweise lange Verspätungen aufweist, ist die Anreise hier tendenziell sicherer kalkulierbar. Nicht zu vergessen sind auch die Kosten für einen Parkplatz am Flughafen. Bei längeren Reisen geht dies schon ins Geld. Ein Sparpotenzial bieten hier etwas abgelegene Privatparkplätze mit Shuttle-Service, die günstiger sind als die offiziellen Parkplätze direkt in der Nähe der Terminals.  Abgesehen vom Taxi existieren oft auch noch Sammeltaxen zum Flughafen, dies ist dann vielleicht nicht ganz billig, aber immer noch besser als den eigenen Wagen mehre Wochen im Parkhaus stehen zu lassen.

Flexibilität beim Zielort

Generell sind gängige große Flughäfen günstiger als exklusive Ziele, die seltener angeflogen werden. Als Beispiel ist hier der Flughafen Bangkok BKK zu nennen, der als Drehkreuz für ganz Südostasien dient. Flüge hierhin sind immer deutlich günstiger als z. B. nach Ho-Chi-Minh-Stadt, Vientiane, Phnom Penh oder Krabi. Deshalb kann es sich lohnen nur bis zu einem internationalen Drehkreuz zu buchen, um dann mit einem lokalen Carrier zum eigentlichen Ziel zu gelangen.

Ein schlechtes Beispiel ist z.B. in Mittelasien der Flughafen Tashkent, dessen Anflug nur fast halb so teuer wie das 300km entfernte Osh in Kirgistan ist. Allerdings wird hier der Preisvorteil schnell durch Visagebühren für das Nachbarland und Anreisekosten sowie großer Zeitverlust für den Transfer zum eigentlichen Ziel Osh aufgehoben.

Als Ausnahmen von der Regel, dass große Flughäfen billiger sind, gelten natürlich die typischen Billigfliegerairports. Da sie meistens etwas außerhalb des eigentlichen Zielortes liegen müssen die Anfahrtskosten und längeren Anfahrtszeiten mit berücksichtigt werden. Ein bekanntes  Beispiel ist hier FRA = Frankfurt am Main, HHN = Frankfurt Hahn. Wobei Hahn 125 km von der Stadt Frankfurt entfernt liegt. Ein anderes Beispiel aus der Türkei sind die beiden internationalen Flughäfen in Istanbul. Der Premiumflughafen mit U-Bahn Anbindung “Atatürk” IST und das Billig- und Pauschalreiseziel “Sabiha Gökçen” SAW im asiatischen Teil der Stadt mit 40 km langer Anfahrt per Bus und evtl. Fähre ins Zentrum.

Solche Fehlgriffe bei der Auswahl des richtigen Flughafens, kann man nur vermeiden, wenn man sich über die örtlichen Gegebenheiten am Ziel vorher informiert und nicht einfach vermeintliche Schnäppchen blindlings bucht.

Keine One-Way-Tickets

Außer bei den Billigfliegern sind zwei Einzeltickets fast immer teurer als ein Returnticket für die gleiche Strecke. Deshalb sollte auf One-Way-Tickets möglichst verzichtet werden. Ausnahme bilden Gabelflüge, wo man zwar zwei unterschiedliche Strecken fliegt, aber auch hier kauft man wie beim klassischen Rückflugticket zwei Flugstrecken statt nur einer auf einem Ticket.

2 Gedanken zu „Strategien für günstige Flugtickets
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