Flugpreisschnäppchen und Errorfares

Flugpreisschnäppchen

Hierunter sind Aktionen von Fluggesellschaften zu nennen, bei denen Tickets zu einem bestimmten oft sehr kurzen Zeitraum günstiger als normal angeboten werden. Natürlich muss man davon auch erfahren, um schnell agieren zu können. Man braucht hierzu jedoch nicht die Newsletter aller Airlines zu abonnieren, sondern schaut einfach immer mal wieder auf den üblichen Reise-Schnäppchenseiten wie :

und natürlich myDealz oder wie sie alle heißen vorbei.
Diese Seiten verdienen zwar ihr Geld über Affiliate-Links, aber trotzdem sind dort häufig sehr gute Angebote zu finden.
In der Regel reicht es auch aus, sich auf eine der oben genannten Seiten zu fokussieren, da oftmals voneinander abgeschrieben wird, und so gute Angebote eigentlich immer nur leicht zeitversetzt auf fast allen Seiten zu finden sind.

Errorfares

Als “Errorfare” bezeichnet man Preisfehler im Buchungssystem von Fluggesellschaften, die natürlich im Gegensatz zu oben genannten Schnäppchen so nicht beabsichtigt waren. Bedingt durch die Komplexität des Liniennetzes kann es vorkommen, das bestimmte Flugkombinationen deutlich günstiger als normal im System eingepreist sind. Menschen machen halt Fehler …

Im Unterschied zum Lottogewinn sind Preisfehler gar nicht mal so selten. Alle paar Wochen findet man im Netz Meldungen über vermutete Errorfares.  Mit Glück betrifft der Fehler auch noch die Wunschdestination – oder man ist entsprechend flexibel bei den Urlaubszielen.

Meistens betrifft dies Gabelflüge (engl. Open Jaw Flight), also Flüge mit unterschiedlichen Start- und Zielort bei Hinflug und Rückflug.

Oftmals startet man dann von einem Flughafen im benachbarten europäischen Ausland und landet beim Rückflug auf einem deutschen Flughafen. Solche Kombinationen sind schon ohne jeden “Error” deshalb günstiger, weil die bei Starts in Deutschland anfallende streckenlängenabhängige Luftverkehrsabgabe minimiert wird. Nachteil solcher Gabeln ist natürlich, dass man einen Zubringerflug benötigt, der sich aber häufig günstig mit den europäischen Billigfluglinien realisieren lässt. Gabelflüge sind von Errorfares wohl deshalb so häufig betroffen, weil sie nicht so frequentiert sind, und dementsprechend wenig gebucht werden, so dass Fehler nicht so schnell auffallen.

Errorfares werden in Foren und den oben bereits genannten Schnäppchenseiten veröffentlicht, wenn sie von Nutzern entdeckt werden. Bis zur Behebung vergehen oft nur wenige Stunden, so dass man sehr schnell buchen sollte. Hierbei gilt es drei Grundsätze zu beachten :

  • Nie bei der betroffenen Fluggesellschaft direkt, sondern immer über Buchungsportale buchen
  • Nie bei der Fluggesellschaft anrufen, ob der Preis gültig ist
  • Nie Anschlussflüge, Hotels usw. buchen, bevor man die E-Tickets zugeschickt bekommen hat

Andere Nutzer wollen schließlich auch noch die Möglichkeit haben, den Fehler zu nutzen und zu buchen. Bevor die Tickets vorliegen ist noch alles sehr unsicher. Die Fluggesellschaften reagieren sehr unterschiedlich. Rein rechtlich ist es wohl so, dass bei Fehlern der Vertrag ungültig ist, bzw. eine Nachzahlung fällig wird. Aber aus Kulanz gehen nicht ganz so krasse Fehler oft durch.

Oft ist deshalb bei günstigen Angeboten auch nicht klar, ob es sich um einem Fehler oder Absicht handelt, die Grenzen sind natürlich fließend, und die Preispolitik der Airlines oft undurchsichtig.

Der Alitalia-Deal

Legendär ist die Aktion bei Alitalia im Oktober 2012, worüber sogar die Presse (hier allerdings unrichtig) berichtete und man letztendlich für ca. 33 Euro nach New York City fliegen konnte.

Die italienische Fluggesellschaft Alitalia hatte damals für den japanischen Markt eine Promo-Aktion aufgelegt, die einen Rabatt von 250 Euro auf Flüge versprach. Allerdings wurde nicht berücksichtigt, dass auch Europäer über die japanische Seite von Alitalia buchen konnten. Schnell sprach sich herum, mit welchem Browser, Proxy und Übersetzungstool man dort am besten bucht. So entstand die Situation, das man viele Flüge innerhalb Europas für Null Euro buchen konnte, und Interkontinentalflüge wie nach New York nur 33 Euro kosten sollten. Da die Aktion über ein Wochenende lief, wurde man bei der Fluggesellschaft sehr späht aufmerksam, und es konnten viele Leute zu den unglaublichen Tarifen buchen.

Obwohl bereits teilweise die E-Tickets ausgestellt waren, hagelte es am Montag Stornos, was einen riesigen Shitstorm auf Facebook und anderen Internetseiten gegen Alitalia verursachte. Sogar eine Petition ans Europäische Parlament wurde gestartet.

Nach einigen Tagen gab es dann doch eine Kulanzaktion : Es wurden alle Tickets, mehr als 1 Cent gekostet haben, im Nachhinein bestätigt. So kam es, dass zwar alle innereuropäischen Flüge weiterhin hinfällig waren, aber man tatsächlich für etwa 33 Euro z.B. nach NYC fliegen konnte.

Ich war damals auch am schwer am überlegen zu buchen, weil ich noch niemals in New York war, aber dachte, das es niemals durchgehen würde – aber so kann man sich irren.

 

Ein Gedanke zu „Flugpreisschnäppchen und Errorfares

  1. Ich finde auch Urlaubsdealer.com ganz gut für Errorfares. Sie bieten zwar keine Urlaubsangebote, dafür aber halt Errorfares, wenn es mal wieder welche gibt 🙂 Hoffentlich bald wieder mal!

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